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    UK und FC

    Unterstütze Kommunikation  – UK

    Kommunikation findet jeden Tag auf der ganzen Welt zwischen den Menschen statt. Dabei ist die gesprochene Sprache das wichtigste und am häufigsten angewendete Kommunikationsmittel. Auch schon im Grundgesetz ist Kommunikation im Sinne von dem „Recht auf freie Meinungsäußerung“ verankert.

    Menschen, deren Kommunikationsmöglichkeiten eingeschränkt sind, können dieses Recht gar nicht oder nur in geringem Maß in Anspruch nehmen.

    Eingeschränkte Kommunikation bedeutet Einschränkung der Lebensqualität, der Persönlichkeitsentwicklung und der Teilhabe am gesellschaftlichen Leben.

    Durch Unterstützte Kommunikation wird Menschen, die sich nicht ausreichend über ihre Lautsprache verständlich machen können, eine alternative oder ergänzende Kommunikation über Gebärden, Symbole und technische Hilfen ermöglicht. Mit deren Unterstützung können sie sich mitteilen, teilhaben und selbstbestimmter leben.

     

    FC = Kommunikations- und Handlungstraining

     

    „Bei der Gestützten Kommunikation (FC = Facilitated Communication) handelt es sich um eine Methode aus dem Spektrum der Unterstützten Kommunikation, die es manchen Menschen mit schweren kommunikativen Beeinträchtigungen ermöglicht, durch gestütztes Zeigen z.B. auf Objekte, Bilder oder Buchstaben zu kommunizieren… Der/die StützerIn gibt physische, verbale und emotionale Hilfestellungen. Durch die körperliche Stütze werden neuromotorische Probleme verringert und funktionale Bewegungsmuster trainiert… Das Training kann bis zum unabhängigen Zeigen, der selbständigen Nutzung eines Kommunikations- gerätes und zur Erweiterung von Handlungskompetenzen führen.“                                                                                                             

    Das bedeutet: Eine Lehrkraft stützt das Kind an Unterarm, Ellenbogen oder Schulter. Diese physische Stütze, die zugleich auch eine verbale und emotionale Hilfestellung beinhaltet, ermöglicht es einigen SchülerInnen zu kommunizieren. Sei es bei Handlungen, die im Unterricht oder Alltag ausgeführt werden, beim Zeigen auf Bilder oder Objekte oder beim Zeigen auf Buchstaben auf einem Schreibbrett oder der Tastatur des Computers.

     

    Die Erfahrung zeigt uns, dass SchülerInnen mit scheinbar „unangemessenen Verhaltensweisen“ oft in der Planung und Ausführung von Handlungen und in ihrer Orientierung beeinträchtigt sind. Gerade hier kann FC eine erleichternde Kommuniktionshilfe sein. Oft kommen bis dahin unentdeckte, aber bereits vorhandene kognitive und kommunikative Fähigkeiten zutage.